1. Geschichte der Schafe
Das Schaf ist eines der ältesten, vielseitigsten und anpassungsfähigsten Nutztiere des Menschen. Es gab 1996 weltweit ca. 1,06 Mrd. Tiere. Der Nutzen des Schafes ist die Wolle, das Fleisch, die Milch und das Fell.
Wildschafe und ihre Unterarten haben sich seit der letzten Eiszeit auf weiten Gebieten der nördlichen Halbkugel ausgebreitet. Stammformen der Hausschafe sind der europäische und orientalische Mufflon als Vorfahre aller kurzschwänzigen Landschafe (von der Heidschnucke bis zum Finnschaf) und der Arkal aus der Gruppe des Urials oder asiatischen Mufflon als Vorfahre aller langschwänzigen Schafe (Fettschwanzschafe und feinwollige Merinos).
Die Wildformen aller Schafe waren Haarschafe, die sich später in Wollschafe entwickelten und durch die sehr geschätzte Wolle zunehmend gezüchtet wurden, wie zum Beispiel Merinos.
Die heutigen Schafrassen in Deutschland lassen sich in vier Kategorien einteilen:
Merino-,
Fleisch-, Milch- und Landschafe
Traditionell gehalten werden:
Merinoschafe:
Merinolandschaf, Merinolangwollschaf, Merinofleischschaf
Fleischschafe:
Schwarzköpfiges Fleischschaf, Weißköpfiges Fleischschaf, Texelschaf,
Blauköpfiges Fleischschaf, Suffolk, Shropshire
Milchschaf:
Ostfriesisches Milchschaf
Landschafe:
Rauhwolliges Pommersches Landschaf, Skudde, Karakul, Bentheimer Landschaf, Graue Gehörnte Heidschnucke, Weiße Gehörnte Heidschnucke, Moorschnucke, Leineschaf, Rhönschaf, Coburger Fuchsschaf, Waldschaf, Weißes Bergschaf, Braunes Bergschaf, Brillenschaf, Steinschaf
Daneben gibt es natürlich auch noch eine Vielzahl anderer Schafrassen, die wir hier leider nicht alle aufführen können.
Quellen:
- Max Burghart "Praktische Schafhaltung", 4. Aufl.,
VerlagsUnionAgrar, 1998
- W. Schlolaut/G. Wachendörfer "Handbuch Schafhaltung", 5. Aufl.,
VerlagsUnionAgrar, 1992