3. Worauf wir achten
Bei der Fütterung
versuchen wir darauf zu achten, dass unsere Schafe weitesgehend nur natürliches
Futter bekommen.
Im Sommer steht unseren Schafen ausschließlich Gras zur Verfügung - nur zum
Locken (z.B. beim Einfangen/Umstellen) verwenden wir getrocknetes Weißbrot.
Im Winter werden unsere Schafe mit Heu und einer Mischung aus Hafer +
Zuckerschnitzel zugefüttert.
Auf Medikamente wird weitesgehend verzichtet - lediglich die unbedingt notwendigen Mittel werden verabreicht, wie z.B. zum Entwurmen.
Geschoren werden die
Schafe einmal im Jahr: Ende Mai bis Mitte Juni, je nach Witterung. Dabei kommen
nur die ausgewachsenen Schafe und die Jährlinge dran - das Fell der Lämmer ist
noch zu kurz und wächst noch nicht so schnell nach. Im Frühjahr und im Herbst
werden die Mutterschafe je nach Notwendigkeit zusätzlich am Hintern und am Euter
ausgeschoren, um das Decken des Bocks bzw. das Saugen der Lämmer zu erleichtern.
Die Wolle lassen wir entsorgen, da sie oft für die Weiterverarbeitung zu
verschmutzt ist und die Mühe der Reinigung sich finanziell für uns nicht lohnt.
Bei der Pflege der Schafe muss sehr penibel auf das Zurückschneiden der Klauen geachtet werden, damit sich dort kein Schmutz festsetzen kann, was zu Entzündungen der Klauen führt. Ansonsten sind die Schafe pflegeleicht: Man sollte nach Parasiten im Fell gucken und den Gesamteindruck der Schafe beobachten.
Bei der Haltung versuchen wir es den Schafen so gerecht wie möglich zu machen. Im Sommer stehen sie ausschließlich auf Wiesen, tagsüber wie auch nachts. Im Winter, wenn es nachts richtigen Frost gibt, werden sie in einer offenen Stallhaltung gehalten, d.h. sie können rein und raus wie sie wollen. Nach unserer Erfahrung gehen die Schafe nur sehr selten nachts in den Stall: z.B. bei sehr großem Frost oder schwerem Schneefall.
Die einzige Krankheit, die
bei unseren Schafen bisher auftauchte, ist der Befall von Maden der Goldfliege.
Die Goldfliege legt Eier in das Fell der Schafe, aus denen dann die Maden
schlüpfen und sich durch das Fell in die Haut der Schafe durchkämpfen. Dies löst
eine Blutvergiftung aus, die bei Nicht-behandeln zum Tod des Schafes führt. Die
Behandlung des Madenbefalls erfolgt durch Baden mit einer speziellen Lösung, die
beim Tierarzt erhältlich ist.
- Fortsetzung folgt -